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Zahnimplantate statt Wackelprothese: Strahlend schöne, feste Zähne in nur einer Stunde?



Neue Technik ermöglicht Sofortbelastung von Implantaten speziell auch im zahnlosen Kiefer. Der Eingriff erfolgt in kürzester Zeit und ist für den Patienten so gut wie schmerzfrei.
Wackelnde, schlecht sitzende Prothesen, die nicht nur das Essen und Sprechen erschweren, sondern auch noch sehr künstlich aussehen? Mit dieser Variante fürs Wasserglas muss sich heutzutage niemand mehr herumquälen. Bereits in den letzten Jahren haben sich festsitzende Zähne auf Implantaten zunehmender Beleibtheit erfreut. Doch bis vor einiger Zeit war das Implantieren im zahnlosen Kiefer, speziell bei wenig Knochenangebot, mitunter schwierig oder gar erfolglos und überdies sehr zeitaufwändig. „Zahnimplantate vom Spezialisten sind inzwischen sehr sicher und in der Regel von den echten Zähnen nicht mehr zu unterscheiden“, so Prof. Dr. Dr. Elmar Esser, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG). Neu ist jetzt eine besondere Technik, die in kürzester Zeit sofort feste, schöne Zähne auf Implantaten ohne Schmerzen, größere Schwellungen und Ausfallzeiten verspricht, dies speziell auch im zahnlosen Oberkiefer, der bisher als besonders schwierig galt.

Weiterer Vorteil des neuartigen Implantationsverfahrens: quasi exakte Vorhersagbarkeit des Behandlungsergebnisses aufgrund einer dreidimensionalen, chirurgischen Planung.
„Dieser Quantensprung in der Implantologie bedeutet eine deutliche Komfort- und Qualitätsverbesserung für den Patienten“, so Prof. Esser.

Computergeplanter Bis Die Zahnform und Stellung der Zähne sind individuell höchst unterschiedlich und es bedarf einer optimalen Planung für eine funktional und ästhetisch perfekte Rekonstruktion. Das ist jetzt möglich: Der behandelnde Arzt erstellt mittels Computer-Tomographie ein exaktes, dreidimensionales Abbild der oralen Situation. Nun kann er virtuell am Computer die Implantate setzen und alle Varianten prüfen. Hat er die beste Lösung gefunden, wird auf Basis dieser Daten eine chirurgische Schablone erstellt. Sie versetzt den Behandler in die Lage, die Implantate minimal invasiv und präzise nach seinen Planungsdaten und mit großer Sicherheit für den Patienten einzubringen.

Neue Zähne: sofort und ohne Blutvergießen Der eigentliche Eingriff erfolgt mit hohem Operationskomfort für den Patienten. Herkömmlich wurde das Zahnfleisch aufgeschnitten, um den Kieferknochen freizulegen und das Implantat zu setzen. Dann vernähte der Zahnarzt nach der Operation das Zahnfleisch über dem gesetzten Implantat, um es nach der Einheilungsphase wieder freizulegen und den endgültigen Zahnersatz einzusetzen. Das geht jetzt wesentlich schneller und besser: Auf Basis der Computerdaten kann der endgültige Zahnersatz bereits im Vorfeld der Operation im Labor gefertigt werden, und dies mit extrem hoher Passgenauigkeit und hervorragender Ästhetik. In nur einer Behandlung können die Implantate mittels OP-Schablone minimalinvasiv exakt positioniert und der Zahnersatz unmittelbar nach Setzen der Implantate eingegliedert werden. Erstaunlich: Die Schleimhaut blutet bei dieser Vorgehensweise nach Abnahme der OP-Schablone so gut wie gar nicht, Patienten bestätigen, dass sie auch nach dem chirurgischen Eingriff so gut wie keine Schmerzen oder Schwellungen verspürten.

Hightech: Am besten in Expertenhand Die Planung und die eigentliche Implantation stellen jedoch immer noch hohe Anforderungen an die chirurgische Kompetenz des Behandlers. Denn selbst die minimal invasiven Verfahren setzen zum langlebigen Halt ein günstiges Knochenangebot voraus, worüber eine exakte 3D-Diagnostik vor dem Eingriff Aufschluss gibt. Hierbei erkennt der Spezialist, ob beispielsweise begleitende chirurgische Maßnahmen zur Knochenverbesserung erforderlich sind. Alle Neuerungen und Hightech-Gerätschaften können zwar die Arbeit im OP erleichtern und die Präzision eines Eingriffs erhöhen, sie bleiben aber immer nur „Handwerkszeug“ des Anwenders. A und O zum bestmöglichen Ergebnis ist nach wie vor die Expertise des Behandlers. „Implantationserfahrung und umfangreiche Kenntnisse und Equipment im diagostischen Bereich sind und bleiben wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung“, so Esser. Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die als MKG-Chirurgen per se eine besondere Qualifikation durch das Doppelstudium der Human- und Zahnmedizin erworben haben, verfügen in der Regel über das diagnostische Instrumentarium und Erfahrung hinsichtlich der präzisen Auswertung. Erst durch exakte Auswertung der einzelnen Parameter speziell auch in Bezug auf die Knochendicke, Knochen- und Gewebebeschaffenheit kann eine Aussage über eine mögliche Implantation oder Sofortbelastung des Implantats getroffen bzw. die Behandlung erfolgreich geplant werden. „Und was passiert bei einer möglicherweise auftretenden Komplikation? Da kann kein Computer oder Roboter helfen, entscheidend bleibt hier immer die Spezialistenerfahrung“, gibt Esser weiter zu bedenken. Gerade die hoch technischen Verfahren setzen die umfangreiche Kenntnis der konventionellen Operationsschritte und die sichere Beherrschung aller während der Operation möglicherweise eintretenden Komplikationen voraus.
Weitere Informationen finden Interessierte beispielsweise unter www.mkg-chirurgie.de

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