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Wege zum schmerzfreien Zahnarztbesuch

Jeder dritte Deutsche geht ungern zum Zahnarzt, rund zehn Prozent leiden sogar unter einer so genannten Oralphobie. Aufgrund ihrer panischen Angst vor Zahnarztbesuchen nehmen diese Menschen schwerwiegende Gesundheitsschäden in Kauf. Um dem vorzubeugen, stellt die Deutsche Stiftung für Gesundheitsinformation (DSGI) Konzepte und Methoden für eine schmerzfreie Zahnbehandlung vor.


Für die Furcht vor dem Gang zum Zahnarzt gibt es viele Gründe. „Angst vor Schmerzen spielt jedoch immer eine Rolle“, weiß Diana Svoboda, ärztliche Leiterin der diPura Privatzahnklinik in Essen und Mitglied im ärztlich-wissenschaftlichen Beirat der DSGI, zu berichten. Bei Oralphobie kann lediglich ein Psychotherapeut beziehungsweise ein psychotherapeutisch ausgebildeter Zahnarzt helfen. Typische Angstpatienten beruhigt jedoch bereits die Aussicht auf eine möglichst schmerzfreie Behandlung. „Grundvoraussetzung für jede angstfreie Untersuchung ist die ausführliche Beratung im Vorfeld der Behandlung“, so Heiner Kirchkamp von der DSGI. Im Gespräch sollte der Patient von seinen Problemen erzählen und gleichzeitig die Ansätze seines Zahnarztes zur Schmerzlinderung in Erfahrung bringen. Welche Konzepte und Methoden es gibt, stellt die DSGI im Folgenden vor:

Schmerzfrei durch den Zauberstab

 


Nach wie vor spielt bei der Schmerzbefreiung die Narkose eine große Rolle. Hier reicht das Spektrum von der örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) über den Dämmerschlaf bis zur Vollnarkose.

 

Klassische Lokalanästhesie: Im Falle der örtlichen Betäubung schaltet der Arzt das Schmerzempfinden durch die Injektion eines Betäubungsmittels im Behandlungsgebiet aus. Für den Patienten bedeutet dies eine wesentlich geringere körperliche Belastung als zum Beispiel bei der Vollnarkose. „Allerdings löst bereits der Anblick der Spritze bei vielen Patienten Angst aus. Auch empfinden Sie den Druck, den das Narkosemittel beim Einspritzen in das Gewebe verursacht, als schmerzhaft“, berichtet Svoboda. Computergesteuerte Anästhesiesysteme schaffen hier Abhilfe.

 

Computergesteuerte Anästhesiesysteme: Moderne Anästhesiesysteme berechnen den Widerstand des Zahnfleisches und geben das Schmerzmittel in kleinen, regelmäßigen Mengen ab, so dass der Patient kaum etwas davon spürt. Auch erinnert nichts mehr an die typische Spritze, sieht das Gerät doch eher wie ein Kugelschreiber oder das Werkzeug eines Magiers aus, weshalb es auch die Bezeichnung „The Wand“ (engl. Zauberstab) trägt.

 

Dämmerschlaf: Als Ergänzung zur örtlichen Betäubung kommt vielfach die Dämmerschlafnarkose zum Einsatz. Dabei liegt der Patient in einem medikamentös gesteuerten Schlaf, atmet aber selbstständig weiter. Zur Steuerung und Überwachung des Dämmerschlafs bedarf es aber eines Anästhesisten.

 

Vollnarkose: Handelt es sich um besonders ängstliche Menschen oder um umfassende Sitzungen, bietet sich eine Behandlung in Vollnarkose an. Hierbei schaltet der Arzt neben dem Schmerzempfinden auch das Bewusstsein sowie die Körperreflexe des Patienten aus, der den Eingriff dadurch nicht miterlebt. Wie der Dämmerschlaf, erfordert auch die Vollnarkose die Ausstattung mit Anästhesiegeräten zur Narkosesteuerung und -überwachung. Ebenso gilt es, die für jede Vollnarkose geltenden Risiken zu bedenken.

 

Natürlich entspannen

 

Um ängstliche Patienten sanft auf die Behandlung vorzubereiten, bieten sich verschiedene Entspannungsmethoden an.

 

Hypnose: In einen leichten Trancezustand versetzt, blendet der Patient alles Unangenehme aus. Vor der eigentlichen Behandlung führt der Arzt in der Regel zwei bis drei „Lehrhypnosen“ durch, in denen er mit dem Patienten die Vertiefung in Trance übt. Völlige Schmerzfreiheit stellt sich allerdings nur in Tiefentrance und dann nur bei ungefähr zehn Prozent der Patienten ein, so dass es sich bei Hypnose nur um eine Ergänzung zur örtlichen Betäubung handelt.

 

Mind Machines: Als Alternative zur Hypnose kommen Mind Machines zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Brillen mit elektronisch gesteuerten Leuchtdioden, die die Gehirnfrequenz beeinflussen und einen hypnoiden Zustand erzeugen. Auch hier blendet der Patient unangenehme Empfindungen aus.

 

Floatarium: Entspannung auf ungewöhnliche Art und Weise bieten Floatarien. Durch ein warmes Solebad in den übergroßen, meist muschelförmigen Badewannen gelangt der Körper in ein Frequenzspektrum, dass zur Tiefenentspannung führt. „Mit Hilfe des Floatariums können wir neben der Angst auch die Schmerzempfindlichkeit unserer Patienten reduzieren“, so Svoboda, deren Klinik über eine solche Anlage verfügt.

Es geht auch ohne Bohren

Schmerzlinderung bieten auch moderne minimal-invasive Verfahren.

 

Sandstrahl: Sandstrahlgeräte ersparen dem Patienten nicht nur das unangenehme Geräusch herkömmlicher Bohrer, sondern arbeiten auch wesentlich sanfter. So ermöglicht die Behandlung mit den unter Druckluft auf den Zahn geblasenen feinen Sandkörnern ein schmerzarmes „Bohren“ ohne Berührung - bei gleichzeitiger Schonung des Zahnschmelzes.

 

Laser: Neben einer lautlosen Behandlung, bieten Laser eine Reihe weiterer Vorteile. So lassen sich auch größere Eingriffe mit Hilfe des Lasers nahezu blutungsfrei durchführen. Er durchtrennt und versiegelt die Blutgefäße praktisch gleichzeitig und tötet zur Infektionen führende Keime ab. Darüber hinaus zeichnen sich Oral-Laser durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aus, die von der Kariesentfernung und

-diagnostik über die Parodontitistherapie bis hin zur Wurzelbehandlung und Zahnversiegelung reichen. „Auch Eingriffe im Bereich der Implantologie sind heutzutage dank Laser wesentlich sicherer und patientenfreundlicher“, so Dr. Martin Jörgens, Zahnarzt aus Düsseldorf und Mitglied des DSGI-Beirats. Bei geringer Erfahrung des Arztes im Laserumgang besteht jedoch die Gefahr von Verbrennungen im Mundraum.

 

Ozon: Als weitere sanfte Alternative zum Bohrer kommt speziell bei der Kariesbehandlung der Aktivsauerstoff Ozon zum Einsatz. Anstatt wie bisher das betroffene Zahnmaterial mit einem Bohrer zu entfernen, tötet das Ozon die kariesverursachenden Bakterien ab. Anschließend versiegelt der Arzt die keimfreien Zähne mit einer stark mineralisierenden Flüssigkeit. Allerdings lassen die bisherigen Forschungsergebnisse noch keine verlässlichen Aussagen über die Wirksamkeit der Ozontherapie zu.

 

Karies-Detektorgel: Ebenfalls zur schonenden Kariesbehandlung dient ein in Schweden entwickeltes Gel, das auf die betroffenen Zähne aufgebracht den Karies aufweicht. Nach einer halben Minute lässt sich das weiche Gewebe dann schmerzarm entfernen. Für die Anwendung des Gels bedarf es jedoch der direkten Zugänglichkeit der vom Karies betroffenen Stellen.


DSGI-Checkliste für Angstpatienten

Besuchen Sie zur Vereinbarung des ersten Termins die Zahnarztpraxis. So haben Sie bereits im Vorfeld Gelegenheit, das Personal und die Räumlichkeiten kennen zu lernen.
Informieren Sie die Sprechstundenhilfe und später natürlich auch den Zahnarzt von vornherein über Ihre Ängste. Nur so kann sich das Praxisteam optimal auf Sie einstellen und Ihnen entsprechende Vorschläge (zum Beispiel Vollnarkose) zur Angstbewältigung unterbreiten.
Stoßen Sie mit Ihren Ängsten auf Unverständnis, sollten Sie den Arzt wechseln.

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